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HALBZEIT!

Im Werkstattraum von Abenteuer Lernen sitzten einige Menschen und hören Frau Dobrindt zu. Im Hintergrund sind auf roten Pappen die bisherigen Aktivitäten des Projektes ausgehängt.

Zur Halbzeit des Projekts „Forum Inklusion lebendig machen“ luden die Projektpartner zu einem Workshop am 11. Juli von 16:00 bis 18:00 Uhr ein.

Viele Maßnahmen und Impulse zur Stärkung von inklusiven Freizeitangeboten für Kinder und Jugendliche im Bonner Raum konnten seit Januar 2017 gesetzt werden. Der Kreis der Interessierten und Unerstützter ist stetig größer geworden. Dies zeigt sich vor allem daran, dass die Fortbildungsreihe „Inklusion konkret“ immer besser angenommen wird und einige Veranstaltungen bereits ausgebucht sind.

„Trotzdem hat sich das Projekt bisher nicht ‚überflüssig‘ gemacht, es gibt noch viel tun, insbesondere wenn es um das gesellschaftspolitische Ziel geht, zu einer positive Haltung zu Inklusion  beizutragen, “ so die Projektleiterin Ruth Dobrindt.

Im Rahmen dieser Halbzeitfeier gab es die Möglichkeit sich weiter zu vernetzen und auch Aufgaben und Ideen für die zweite Projekthälfte zu definieren.

Dies ist ein Gruppenbild der Menschen die auf der Halbzeitfeier waren, zum Teil stehen sie auf der Treppe nach oben, sind im neuen Plattformlift oder stehen davor.

Plattformlift eingeweiht

Ein Mann und eine Frau die im Rollstuhl sitzen, ziehen an einer großen roten Schleife, die um den Plattformlift gebunden ist.

Im Rahmen der Halbzeitfeier des Projektes „Forum Inklusion lebendig machen“ am 11. Juli 2018 konnte ein neuer Plattformlift in den Räumen von Abenteuer Lernen e.V. eingeweiht werden. Der Lift emöglicht jetzt allen barrierefrei von der Werkstatt in den oberen Seminarraum zu gelangen.

Finanziell gefördert wurde der Plattformlift von der Kämpgen-Stiftung und der Heinz-Dörks-Stiftung. Vielen Dank!

Inklusive Räume?

Wie müssen Räume gesaltet sein, wenn Sie von inklusiven Gruppen genutzt werden?

Dieser Fragestellung widmete sich die Fortbildung „Inklusvie Räume? Barrierefrei bedetuet mehr als rollstuhlgerecht. Worauf kann ich achten, um eine inklusive Umgebung in meiner Einrichtung zu schaffen?“

Am 12. April fand die Veranstaltung in den Räumen von Abenteuer Lernen e.V. statt. Eindrucksvoll berichteten Matthias Rinck und Josephine Leschka aus ihreren persönlichen Erfahrungen als Rollstuhlfahrerinnen.

Mit Simulationsbrillen konnten die TeilnehmerInnen selbst erfahren, wie man sich mit einer Sehbehinderung durch Räume bewegen kann. Herr Andres von der inclusion AG installierte ein Parcours mit einem Leitsystem, dass praktisch mit einem Blindenstock ertastet werden konnte.

Um die Raumgestaltung allgemein und die Wirkung von Farben ging es im dritten Teil der Veranstaltung. Der Künstler und Kunsttherapeut Tobias Stutz gab einen Einblick in die gesamtheitliche Gestaltung von Räumen und gab Tipps, wie sich möglichst viele  in Räumen wohlfühlen.

Als wesentliche Kennzeichen von inklusiven Räumen kristallisierten sich die Kriterien Flexibilität, Rückzugsmöglichkeiten und vor allem die Bereitschaft allen eine angenehmen Raum zu ermöglichen und somit alle willkommen zu heißen, heraus.

Wer bezahlt was?

Im Rahmen der Fortbildungsreihe „Inklusion konkret“ fand am 8. März 2018 die Veranstaltung „Wer bezahlt was? Überblick über Finanzierungsmöglichkeiten für inklusive Kinder- und Jugendangeboten“ statt. Die TeilnehmerInnen konnten sich einen detailierten Überblick  über die Möglichkeiten der Finanzierung des Jugendamtes, des Sozialamtes aber auch über die Voraussetzungen für eine Finanzierung durch die Pflegeversicherung verschaffen.

Es wurde deutlich, dass eine öffentlichen Förderung eines inklusiven Angebotes zur Zeit nur durch eine Vielzahl von Einzelförderungen stattfindet, die wiederum immer bestimmte Fördervoraussetzungen haben.

Im Bereich der privaten Förderungen ist es deutlich leichter. Herr Celik von der Aktion Mensch machte Mut insbesondere im Förderbereich „Noch viel mehr vor“ Anträge zu stellen. Die so genannten Mikroförderungen bis 5000 Euro sind ein guter Einstieg und sind vergleichsweise einfach in der Antragsstellung.

Das“Forum Inklusion lebendig machen“ bietet jederzeit Beratung und Unterstützung bei der Suche einer Finanzierung für ein inklusives Angebot an. Sprechen Sie uns an!

Barrieren im Kopf abbauen

Am Donnerstag, den 15. Februar fand im Rahmen der Reihe „Inklusion konkret“ die Fortbildung „Barriere(frei) im Kopf? Achtsamkeit und Haltung in der Praxis inklusiver Freizeitangebote.“
statt. 16 TeilnehmerInnen aus Jugendzentren, OGS und anderen Einrichtungen konnten anhand verschiedener Übungen die eigene Wahrnehmung schärfen und sich Stolpersteinen im Alltag bewusst werden.

Ein Flipchaftpapier auf dem die Umrisse eines Menschen gemalt sind. Verschiedene Barrieren, sowohl innere als auch äußere, sind von den Teilnehmern auf das Papier geschrieben worden.

Die nächste Fortbildung der Reihe „Inklusion konkret“ findet am 8. März zu Finanzierungsmöglichkeiten von inklusiven Angeboten unter dem Titel „Wer bezahlt was?“ statt. Weitere Informationen hierzu finden Sie hier.

Fortbildungsreihe „Inklusion konkret“ startet am 15. Februar 2018

Bis zu den Sommerferien veranstaltet das „Forum Inklusion lebendig machen“ an einem Donnerstag Vormittag jeden Monat eine Fortbildung im Kontext von Inklusion.

Die Veranstaltungen richten sich an alle Interessierte, insbesondere an pädagogische Fachkräfte aus der offenen Kinder- und Jugendarbeit, OGS, Kindergärten, Schulen und anderen Einrichtungen.

Am Donnerstag, den 15. Februar startet die Reihe mit dem Thema: „Barriere(frei) im Kopf? Achtsamkeit und Haltung in der Praxis inklusiver Freizeitangebote. Ein handlungsorientierte Spurensuche nach Stolpersteinen.“

Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung finden sie hier.

 

Alle Veranstaltungen sind praxisorientiert und bieten neben dem Fachinput, Möglichkeiten zum Austausch.

Hier finden Sie einen Überblick über die gesamte Veranstaltungsreihe.

Rückenwind durch die Tagung: Freizeit inklusiv(e)

Am 17. und 18. November fand die Tagung: Freizeit inklusiv(e) des Forums Inklusion lebendig machen statt. Knapp vierzig interessierte Fachkräfte aus OGS, Kita, Jugendzentren und anderen Institutionen und Vereinen, die in der Kinder- und Jugendarbeit tätig sind, hörten gespannt die Vorträge der Referenten am Freitag Nachmittag.

Im Hintergrund sieht man eine Leinwand auf der ein Vortrag projeziert wird. Im Vordergund sitzten viele Teilnhemer auf Stühlen.

Eindrucksvoll präsentierte der Chefarzt des Kinderneurologischen Zentrums der LVR-Klinik in  Bonn Dr. Helmut Hollmann die absolute Notwendigkeit des Austausches, der Transparenz und der Zusammenarbeit zwischen den Säulen Kindergarten, Schule, Freizeit und Therapie. Er betonte, dass nur so die gesellschaftliche Herausforderung einer inklusiven Gesellschaft möglich wäre.

Eine Referentin steht rechts neben einer großen Leinwand und stellt ihre Einrichtung vor. Im Vordergrund sitzen Teilnehmer auf Stühlen und hören zu.

Besonders praxisnahe Impulse kamen von Dr. Silke Stappen vom Bonner Verein Brücke-Krücke und von Anke Sommerhäuser vom Jugendzentrum Sürth aus Köln. Mit über 35 Jahren Erfahrung in der konkreten inklusiven Arbeit mit Kinder und Jugendliche waren sie sich einig, dass mit viel Mut und Kreativität vieles erreicht werden kann. Die Barrieren für eine inklusive Arbeit sind häufig in den Köpfen, die es gilt durch eine positive Haltung zu Inklusion abzubauen. Natürlich sind die Rahmenbedingungen für Inklusion, wie Personal und finanzielle Austattung sowie barrierefreie Räume dabei nicht zu vernachlässigen.

Hannes Roever vom indiwi e.V. aus Berlin berichtete in seinem Vortrag über die Gelingensbedingungen für inklusive Freizeitangebote über ganz ähnlichen Erfahrungen. Auch er betonte das die Haltung der Personen zu Inklusion, die Voraussetzung für das Gelingen eines Angebotes ist. Wichtig ist innovativ zu denken und Kooperationen mit anderen einzugehen. Ohne Geld und Fachpersonal ist es letztendlich auch nicht zu schaffen, so dass er auch ein paar Tipps zu Stiftungen und anderen Geldgebern mitgebracht hatte.

Mit einem kreativen Mitmach-Programm von Michael Bradke vom MobilenMusikMuseum aus Düsseldorf endete der erste Teil der Tagung am Freitag Abend. Mit viel Spaß probierten die Teilnehmer unterschiedlichste „Klatscher“ und Rhytmen aus aller Welt selber aus und lernten dabei die ein oder anderen Tipp kennen, wie schwierige Abfolgen auch in inklusiven Gruppen ausprobiert werden können.

Das Publikum sitzt im Halbkreis und lauscht gespannt dem Mitmachprogramm.
Foto:Bernhard Graepp

Am Samstag vormittag konnten die Teilnehmer zwei von drei Praxisworkshops ausprobieren, die einen Einblick in die konkrete inklusive Arbeit mit Kindern und Jugendlichen boten. Holger Klän präsentierte mit seiner Theaterarbeit Präsentationsspiele und Übungen. Bei Ingo Scharnbacher vom Spielezirkus Bonn-Rhein-Sieg konnten die Teilnehmer direkt ausprobieren, wie mit einfachen Mitteln Elemente der Zirkuspädagogik mit Kindern realisieren kann. Birgit Kuhnen von Abenteuer Lernen e.V. stellte ein Angebot aus dem Bereich Bildung für Nachhaltige Entwicklung vor, indem Naturfarben selbst hergestellt und ausprobiert wurden.

Ein Blick von oben auf die Werkstatträume von Abenteuer Lernen. Ungefähr vierzig Personen sitzen und hören einem Redner zu, der die Vorgehensweise des Worldcafes erläutert. Mit einem Beamer ist an einer Wand ein Schaubild projeziert.
Foto: Bernhard Graepp

Am Nachmittag waren die Ideen und die Beiträge derTeilnehmer besonders gefragt. Peter Bröxtes, der Stadtjugendpfleger der Stadt Bonn moderierte in drei Runden das Worldcafé.

Als Fazit des Worldcafés formulierten die Teilnehmer Ideen und Vorschläge an das „Forum Inkluison lebendig machen“, wie zum Beispiel mehr Vernetzung und Austausch, die Installation von „Inklusionslotsen“ oder das Einrichten eines inklusiven offenen Kinder- und Jugendtreffs.

Auf dem Weg zu mehr inklusiven Freizeitangeboten für Kinder und Jugendliche gibt es noch viel zu tun. Die Tagung ermutigte an diesen Themen weiterzuarbeiten und gab Rückenwind sich gemeinsam für inklusive Freizeitangebote stark zu machen.

Auf einer gelben Papiertischdecke sind verschiedene Begriffe mit Edding geschrieben: "Offenheit", "Zeit nehmen" und "respektvoll miteinander umgehen".

Tagung: Freizeit inklusiv(e)

Am 17. und 18. November findet in den Räumen von Abenteuer Lernen e.V. eine praxisnahe Tagung zur Stärkung von inkusiven Angeboten für Kinder und Jugendliche statt.

Die Tagung richtet sich an pädagogische MitarbeiterInnen der offenen Kinder- und Jugendarbeit, MitarbeiterInnen in Offenen Ganztagsschulen, LehrerInnen und weitere Interessierte. Inklusive Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche sind ein wichtiger und bisher wenig beachteter Baustein, um den Inklusionsprozess in unserer Gesellschaft voran zu treiben. Anhand von vielen Praxisbeispielen und Workshops sollen Gelingensbedingungen für inklusive Angebote dargestellt und herausgearbeitet werden.

Hier geht es zum Programm.

Anmeldung bitte unter: www.abenteuerlernen.org

Erfahrungsaustausch zur Strategieentwicklung für inklusive Angebote

Unter dem Motto „Welche Freizeitangeobte braucht mein Kind?“ findet am 5. Oktober 2017 von 17.00 bis 20.30 Uhr der erste Erfahrungsaustausch  zur Strategieentwicklung für inklusive Freizeitangebote statt. Die Veranstaltung richtet sich an Eltern und Erziehungsberechtigte von Kindern mit besonderen Bedarfen sowie andere an der Thematik interessierte Personen.

Ziel ist es, Erfahrungen zu sammeln und zu bündeln, um daraus Gelingensbedingungen für inklusive Freizeitangebote zu formulieren. Die Ergebinsse des Erfahrungsaustausches sollen dazu beitragen, die Zahl qualifizierter inklusiver Freizeitangebote insgesamt zu erhöhen bzw. bestehende Angebote zu stärken.

Hier geht es zu weiteren Informationen.

Wir freuen uns auf alle Interessierte und  bitten um Anmeldung telefonisch unter 0228 – 442903 oder per mail unter mail@inklusion-lebendig-machen.de