Wir werden laut für Inklusion!

Unter dem Titel „Wir werden laut für Inklusion!“ fand am 15. November 2018 die große Tagung des Projekts „Forum Inklusion lebendig machen“ statt. Über 40 Teilnehmende aus der Kinder- und Jugendarbeit nahmen an dem Programm teil. Am Vormittag gab es ein abwechslungsreiches Vortragsprogramm.

Auf dem Foto sieht man die vollbesetzte Werkstatt von Abenteuer Lernen. Im Vordergrund sitzten Menschen auf Stühlen mit dem Rücken zum Betrachter. Im Hintergrund sieht man eine große Leinwand auf der der Text: "Herzliche Willkommen zur Tagung 2018 - Wir werden laut für Inklusion!" sowie eine Vortragende mit Mikrofon.
Foto: Abenteuer Lernen e.V.

Dr. Sigrid Arnade (ISL, Interessengemeinschaft selbstbestimmt leben, Berlin) stellte mit ihrem Vortrag „Dabei sein ist alles!?“  die UN-Behindertenkonvention als Basis für Inklusion dar. Durch die Ratifizierung hat Deutschland die UN-Behindertenkonvention als geltendes Bundesrecht anerkannt.

In der Mitte sieht man eine große Leinwand auf dem der Titel "Dabei sein ist alles?! - Gedanken zur Inklusion" zu lesen ist. Darunter ist ein gezeichnetes Bild von der Erde, um die herum unterschiedliche Menschen sich die Hände reichen. Am Seitenrand des Bildes ist noch das Rollup des Projektes "Forum Inklusion lebendig machen" zu sehen.
Foto: Bernhard Graepp

Marion Frohn von der Behindertengemeinschaft Bonn berichtete über die Ausgestaltung der UN-Behindertenkonvention in den unterschiedlichen Ebene (Bund, Land, Kommune). Hier wurde insbesondere die Diskrepanz zwischen den auf Papier festgeschriebenen Ansprüchen an Inklusion und der Realität in der Bildung diskutiert.

Kerry Griffith vom OGS-Büro der Stadt Bonn zeigte anhand einer Bonner OGS,  wie dort Inklusion umgesetzt wird.

Vor der Mittagspause beeindruckten mit ihren Kurzstatements: Julia Happ, Christoph Herschel und Bettina Mücke-Fritsch.

Nach einem spielerischen Warm-Up, geleitet von Silke Stappen (Brücke-Krücke e.V.) war der zweite Teil der Tagung mit verschiedenen Workshops sehr praxisorientiert:

Unter Leitung von Anne Skribbe (INBECO) setzten sich die Teilnehmenden mit den Besonderheiten einer inklusiven offenen Kinder- und Jugendarbeit auseinander. Im Workshop von Bettina Mücke-Fritsch (Integrationsfachkraft Bergisch-Gladbach) lag der Fokus auf den Bedarfen der Jugendlichen mit Handicap und deren Eltern.
Anhand einer „Elektrowerkstatt“, geleitet von Birgit Kuhnen (Abenteuer Lernen e.V.), konnte  ein konkretes inklusives Angebot ausprobiert werden.

Bild von einer mit Textmarker vollgeschriebene Papiertischdecke mit verschiedenen Ideen als Schlagwörter. Beispielsweise: Label inklusiv, Auszeichung, einfach mal machen, cool machen, Begegnungen ermöglichen, Kooperative Veranstaltungen etc.
Foto: Abenteuer Lernen e.V.

Schließlich waren alle gefragt: Im World-Café, moderiert von Peter Bröxkes (Stadtjugendpfleger, Bonn), entwickelten die Teilnehmenden selber Ideen und Möglichkeiten, wie wir laut werden können für inklusive Kinder- und Jugendarbeit. Beispiele hierfür sind ein „Runder Tisch Inklusion“, ein Inklusionslabel für Einrichtungen sowie die Förderung von mehr Kooperationen zwichen Jugend- und Behindertenhilfe.

Den unterhaltsamen Abschluss der Tagung gestaltete der Comedian Tan Caglar mit einem Auszug aus seinem Programm „rollt bei mir…“.

Über die Tagung berichtete Radio inklusiv bereits am Freitag, dem 16.11.2018 bei Radio Bonn-Rhein-Sieg.