Uhrzeit: 9:00 – 12:00 Uhr | Vor Ort bei Abenteuer Lernen
Teilnehmende: 21 Personen aus folgenden Einrichtungen: Abenteuer Lernen e.V., Bildungs- und Familienzentrum Vielinbusch,
Brücke-Krücke, evangelisches Familienzentrum Trinitatiskirche, Inklusionsfuchs Joki-Jugendzentrum, Joki-Kindergarten, JuZe Brüser Berg, JuZe Haus Michael, JuZe Uns Huus, Kind im
Mittelpunkt Bonn, KiTa Mini Mäuse, KiTa Power Pänz 2001 e. V. ,Medienpädagogen Stadt Bonn, Schauspiel Theater Bonn
Spielezirkus Bonn-Rhein-Sieg, Stadtsportbund Bonn e.V., The Beautiful Minds, Zukunftswerkstatt Oberkassel
Moderation und Protokoll: Forum Inklusion lebendig machen/Abenteuer Lernen e.V.
1. Kennenlernen und Vernetzung
2. Aktuelles aus dem Forum
- Neue Fortbildung: „1. Hilfe bei psychischen Krisen“ hat stattgefunden, u. a. Ermutigung auch in offenen Kontexten Themen anzusprechen, wichtig die eigenen Grenzen zu beachten und Ansprechpersonen zu kennen à Fortbildung zu Resilienz im Forum in der Planung
- Zwei Aufbauworkshops für Labeleinrichtungen haben stattgefunden (KiTa Power Pänz und Ludwig Van Beethoven Musikschule Bonn). Bei Interesse können Termine individuell vereinbart werden. Auf Themenwünsche und organisatorischen Rahmen versucht das Forum einzugehen.
- Überlegungen, ob das Netzwerk einen Sozialmedia-Kanal machen soll.
- Die Tagung „Begegnungen gestalten – gelebte Inklusion“ wird immer konkreter mit Fachvorträgen und Workshops.
- Veranstaltung in der Planung zu Bestandsaufnahme und Bedarfsanalyse inklusiver Kinder- und Jugendarbeit in Bonn. (weitere Informationen siehe Punkt 4)
- Expert*innenrat Ju:in (Jugend:inklusive) waren bei Barrierefrei-Kommunizieren und dem Jungen Theater Bonn Gerne weitere Einrichtungsbesuche verabreden Der Zeitumfang ist zirka anderthalb Stunden (kurze Führung, Fragerunde und Auswertung vor Ort in der Einrichtung) Bei Interesse, die eigene Einrichtung von Jugendlichen hinsichtlich ihrer Barrierefreiheit überprüfen zu lassen, sehr gerne melden.
- Erinnerung an die Labeleinrichtungen: Abgabe der Dokumentation bis zum 30. Juni, Arbeitsmaterialien auf der Internetseite können als mögliche Dokumentationsgrundlage genutzt werden: https://inklusion-lebendig-machen.de/label-inklusion/arbeitsmaterialien/ Andere Formen der Dokumentation sind auch möglich. Bei Fragen bitte melden.
3. Inklusion in Konzepten verankern – ein Beispiel aus der Offenen Kinder- und Jugendarbeit
- Inklusion ist ein Grundprinzip der offenen Kinder- und Jugendarbeit
- Im Rahmen der OKJA (Zusammenschluss freier Träger der offenen Kinder- und Jugendarbeit) ist ein Positionspapier entwickelt worden mit einem Teil zu Inklusion und wurde der Stadt für die Überarbeitung des Rahmenkonzeptes übergeben
- Das Positionspapier unterstreicht den rechtlichen Anspruch auf Inklusion
- Das Positionspapier umfasst den fachlichen Selbstanspruch, die eigenen Einrichtungen inklusiv zu gestalten und Anforderungen an Ausstattung und Strukturen, um inklusiv arbeiten zu können
- Besonders hervorgehoben wurde die Problematik der Öffnungszeiten, dass eine fachliche Doppelbesetzung nicht immer möglich ist
- Zu der Erarbeitungen des Positionspapieres haben sich zahlreiche Leitungen freier Träger getroffen und es wurde vor allem deutlich, dass sie die Haltung teilen, alle Kinder erreichen zu wollen
- Das JuZe Haus Michael hat bei Ferienangeboten zahlreiche Kinder mit erhöhten Unterstützungsbedarf (auch pflegerisch) und ist deshalb neben dem Kernteam auf weitere Unterstützung angewiesen, was eine finanzielle Förderung erfordert
- Bei der Beantragung von Fördergeldern bei der Stadt gab es immense Hürden und Unsicherheiten (lange Bearbeitungszeit, unklare Zuständigkeiten/ Absprachen, späte Auszahlung von nur einem Teil des Geldes). Als besonders schwierig wurde die Feststellung des Bedarfes der Teilnehmenden von dem Ferienangebot wahrgenommen, mehrere Nachfragen und eine Beschreibung durch die Erziehungsberechtigten waren ein Teil des Prozesses.
- Zur Folge hatte dieser Prozess, dass das JuZe Haus Michael finanziell in eine Notlage geraten ist und in den Herbstferien schweren Herzens Anfragen von Menschen mit besonderen Bedarfen absagen mussten und die Teilnehmendenzahl reduzieren mussten. Es kommt zudem häufiger vor, dass ehrenamtlicher Einsatz notwendig ist.
4. Veranstaltung zur Erstellung eines Positionspapieres
- Ausgehend von dem Positionspapier der Okja und der Notlage des JuZe Haus Michael (gemeint ist generell nicht nur der Ferienbetrieb, sondern vor allem auch der Regelbetrieb) entstand die Idee gemeinsam mit dem Forum eine Veranstaltung zu planen, bei der ein eigenes Positionspapier entstehen soll, was im Anschluss an Entscheidungsträger*innen übergeben werden soll.
- Es soll eine Art Fachkonferenz sein mit unterschiedlichen Bereichen der Kinder- und Jugendarbeit (zum Beispiel kulturelle Einrichtungen, Kindergärten, …)
- Ist-Zustand und Soll-Zustand werden erhoben und daraus werden Bedarfe abgeleitet. Was ist notwendig, um die Rechte von Menschen mit Behinderung zu stärken und wie kann das Forum sich öffentlich positionieren? (Aus dem Plenum wurden Formen des Streiks vorgeschlagen).
- Alle aus dem Netzwerk sind herzlich eingeladen, bei den Vorbereitungen zu unterstützen (auch sehr gerne aus unterschiedlichsten Fachbereichen). Themenwünsche/ Anliegen können gerne im Vorfeld an das Forum gerichtet werden.
- Themensammlung:
„Anerkennung und Wertschätzung unserer Arbeit in Stadt und Verwaltung -> braucht es dafür mehr Austausch?“
„Umgang mit Teilnehmenden nicht aus Bonn“ - Realistische Einschätzung für Antragstellung und VN (Zeit und Aufwand)Die Veranstaltung mit dem Arbeitstitel „Positionswerkstatt inklusiver Kinder- und Jugendarbeit in Bonn – Bestandsaufnahme und Bedarfsanalyse“ findet am Donnerstag, den 05. November 2026 von 9:00 bis 14:00 Uhr bei Abenteuer Lernen statt
5. Vorstellung des Theaterkollektivs „The Beautiful Minds“ – Bühne frei für alle
- Neben Theaterstücken macht das Kollektiv auch Workshops und Ausstellungen
- Auch der öffentlicher Raum wird bespielt
- Arbeiten unter anderem mit Biografien/ individuellen Perspektiven von vulnerablen Gruppen.
- Sie sehen sich selbst als im Lernprozess und entwickeln gerne auch im Austausch konkrete Projekte
- Ein Projekt von Camilla ist „Klang und Krach“. In dem Projekt wird ein niedrigschwelliger Zugang zu Musik ermöglicht, welcher keine formelle Ausbildung voraussetzt. Es arbeitet ein Musiker und eine Schauspielerin, die auch Sängerin ist zusammen. Das Format kann bedarfsorientiert angepasst werden und es können auch gerne längerfristige Projekte mit Einrichtungen, die mit Jugendlichen arbeiten, entstehen.
- Bei Interesse gerne bei Camilla melden unter camilla@thebeautifulminds.de .
- Weitere Informationen sind zu finden unter: https://thebeautifulminds.de/
6. Öffentlichkeitsarbeit auf Instagram – wie könnte es für das Forum gehen?
- Fragen zur Entscheidungsfindung, ob das Forum bei Socialmedia einen Auftritt einrichten soll, wurden aufgezeigt
- Wichtig ist vor allem die Zielsetzung, wofür Socialmedia genutzt werden soll
- Für ein Netzwerk können die Überlegungen anders sein als für eine einzelne Einrichtung.
- Der überwiegende Teil der Anwesenden arbeitet bei einer Einrichtung, die bei Instagram repräsentiert ist.
- Problematik, dass keine Zeit zum Bespielen der Plattformen im Arbeitsalltag ist, wurde mehrfach benannt. Der Zeitaufwand lässt sich schwer einschätzen und unterscheidet sich je nach Nutzung der Plattformen.
- Interaktionen mit Socialmedia-Nutzer*innen sind wichtig, aber auch zeitaufwändig.
- 1-2 Postings pro Woche sind notwendig, kann auch ein Re-Post sein.
- Der Umgang mit politischen Aspekten bei Instagram muss mitbedacht werden.
- Die Ressourcen müssen klar benannt werden zur Umsetzung von einem Socialmedia-Auftritt des Forums. Ein Redaktionsteam mit klaren Verantwortlichkeiten muss benannt werden.
- Datenschutzrechte und Barrierefreiheit sind ebenfalls zu beachten.
- Auf lokaler Ebene digital zu agieren, kann trotz intransparentem Algorithmus von Meta, funktionieren. Für die Reichweite kann bezahlte Werbung geschaltet werden. Momentan ist ein Bezahlsystem bei Instagram in der Entwicklung. Es kann zeitnah passieren, dass professionelle Kanäle Gebühren zahlen müssen.
- Weitere Plattformen in Erwägung ziehen, zum Beispiel Mastodon (die Stadt Bonn hat dort auch einen Account).
- Die Anwesenden haben bei einem kurzen Meinungsbild gezeigt, dass sie ein weiteres Treffen zum Aufbau eines Socialmedia-Auftritts des Forums sinnvoll finden. Es muss nicht Instagram sein.
7. Ausblick/ Termine
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- Mai Maikäferfest in Oberkassel (mit Tombola)
- Mai 19:30 Uhr letztes Mal das partizipative und Inklusive Theaterprojekt „Biografie: Ein Spiel“ à https://www.theater-bonn.de/de/programm/biografie-ein-spiel/221204#dates-and-tickets
- Juni Tag der Nachbarschaft in Tannenbusch -> https://vielinbusch.de/2026/05/26/tag-der-nachbarschaft-in-tannenbusch-picknick-spiel-begegnung/
- /9. Juni Theaterstück von The Beautiful Minds in Köln in der Volksbühne „Der Unbeugsame. Der Widerstand des Karl Küpper“
- Juni 17-19 Uhr „Play your future“ Berufsorientierung mal anders im JuZe Haus Michael (auch ohne Anmeldung möglich)
- Noch zwei inklusive Plätze (ab 8 Jahren) für 5. Sommerferienwoche bei Stallgespräche/ Spielezirkus Bonn-Rhein-Sieg frei -> bei Interesse bei Marion Ladich meldenTermine vom Forum:
- Juni 2026: Fortbildung MiniMotion – inklusive Teamspiele
- Juni 2026: Fortbildung Autismus-Spektrum-Störung: Pädagogischer Umgang in der Praxis (Aufbauseminar)
- September 2026: Fortbildung Autismus-Spektrum-Störung (Grundseminar)
- September 2026: Netzwerktreffen Inklusion (digital)
- Oktober 2026: Tagung „Begegnungen gestalten – gelebte Inklusion“
- November 2026: Bestandsaufnahme und Bedarfsanalyse inklusiver Kinder- und Jugendarbeit in Bonn
Bonn, den 29. Mai 2026
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